Jadu steht auf Nazi-Kram, findet das aber nicht politisch. Ist das okay?

>Sie versteht nicht, wie man ihre Arbeit anders verstehen kann, ihr rechte Tendenzen unterstellen. Mit ihrem Mann, dem Rapper Marteria, gehe sie zu Demos gegen Rechts. <

Es ist vollkommen irrelevant, was sie meint aussagen zu wollen. Wenn sie Nazisymbole verwendet, die verboten sind (was zu klären wäre, es ist längst nicht alles verboten, was manche Leute meinen – “Mein Kampf” beispielsweise ist nicht verboten sondern kann legal im Antiquariat erworben werden), gehört sie vor Gericht. Gesetze gelten für alle, nicht nur für “die Bösen”.

Quelle: Art bento

https://www.bento.de/art/jadu-steht-auf-nazi-kram-findet-das-aber-nicht-politisch-ist-das-okay-a-f51fb7f8-fac4-4a62-a3d8-ce595046678e

Citroën Ami One: Das Smartphone herrscht über das Auto

> so, wie Lichtschalter, Startknopf und Warnblinktaste gestaltet sind, sieht man ihnen den Widerwillen der Designer geradezu an, etwas so Profanes und Herkömmliches im Innenraum einzubauen. <

Wobei wir gleich bei dem großen Problem dieses “Autos” sind: Man hat (mal wieder) Designer rangelassen. Herausgekommen ist etwas hässliches und (wie meistens) total unpraktisches.

Weiter braucht man eigentlich gar nicht zu lesen, zusammen mit der Überschrift ergibt sich ein Bild, vor dem man nur weglaufen kann.

Ich fahre gerne Smart, wenn ich denn mal einen bekomme, denn als Mietwagen sind sie rar geworden. Darin hat man mit zwei Personen genau soviel Platz wie in einem Kleinwagen, wenn man die Rücksitze nicht belegt. Zweisitzer sind für mich also nicht generell ein Problem.

Diese “Konzeptstudie” wird sicherlich genau das bleiben und niemals auf die Straße kommen.

Quelle: ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-02/citroen-ami-one-elektroauto-zweisitzer

Europäische Union: Fingerabdruck im Personalausweis wird Pflicht in der EU

> Nach einer Einigung der EU müssen in jedem Personalausweis bald Fingerabdrücke gespeichert sein <

Hurra! Endlich werden auch alle Deutschen wie Verbrecher behandelt. Wurde auch Zeit! Beim Reisepass waren Fingerabdrücke ja schon länger Pflicht, aber beim Personalausweis konnte man sie verweigern. Damit ist jetzt Schluss.

Da es in Deutschland eine Ausweispflicht gibt, stehen zukünftig unser aller Fingerabdrücke für jeglichen Abgleich in einer zentralen Datenbank zur Verfügung.

Warum eigentlich nicht auch gleich die DNA? Mit Handschuhen kann man ja vermeiden Fingerabdrücke zu hinterlassen, aber DNA hinterlässt man fast zwangsweise. </Sarkasmus>

Leider läuft mein nicht-biometrischer Perso, den ich mir noch kurz vor dem Stichtag geholt hatte, demnächst ab. Also werde auch ich dann wohl oder übel in der Datenbank landen.

Quelle: ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-02/europaeische-union-digitaler-fingerabdruck-personalausweis-einigung

Spätleser

> John Corcoran erwarb einen Hochschulabschluss, arbeitete als Lehrer, machte viel Geld mit Immobilien – obwohl er weder lesen noch schreiben konnte. Die unglaubliche Geschichte eines Mannes, der alle täuschte. Bis er sein Glück mit den Buchstaben fand. <

Eine rührende und spannende Geschichte. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, wie es ist, nicht lesen zu können. Selbst im Ausland, wenn ich die Landessprache nicht verstehe, kann ich doch meistens die Schilder lesen und nach einer Weile habe ich zumindest eine ungefähre Vorstellung, was die Worte bedeuten.

(Ich war noch nie in Japan oder China, wo das nicht funktionieren würde, weil auch die Schrift eine andere ist.)

Quelle: brand eins

https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2019/widerstaende-ueberwinden/spaetleser

Alexandria Ocasio-Cortez entlarvt, wie Lobbyisten Obdachlose fürs Anstehen bezahlen

Der wichtige Punkt ist doch:

> es gibt zwischen 11 und 35 Dollar die Stunde. <

Also ist das eine Dienstleistung wie jede andere auch. Aufregen darf man sich nicht darüber, dass

> Lobbyisten Obdachlose und Arme für sich in Warteschlangen stehen lassen <

Sondern höchstens darüber, dass solches schlange stehen per Proxy für diese Veranstaltungen erlaubt ist.

Quelle: bento

https://www.bento.de/politik/alexandria-ocasio-cortez-entlarvt-wie-lobbyisten-obdachlose-fuers-anstehen-bezahlen-a-c08e812f-50c2-4acf-a770-e5c4b56c6a03

Fahrverbote: Regierung will Dieselschadstoff-Grenzwerte lockern

> Die Bundesregierung will nach SPIEGEL-Informationen mehr Dieselfahrer von Fahrverboten verschonen – und einen höheren Schadstoffausstoß zulassen. Dahinter steckt offenbar eine Initiative von BMW. <

Na, da sind ja die Prioritäten wieder klar. Gesundheit egal, Hauptsache freie Fahrt!

Erinnert mich daran, bei der nächsten Wahl nicht die CDU zu wählen (nicht dass ich das bei der letzten getan hätte.)

Quelle: Spiegel Online

http://m.spiegel.de/auto/aktuell/fahrverbote-regierung-will-dieselschadstoff-grenzwerte-lockern-a-1245655.html

Update: Alles gar nicht wahr, sagt man jetzt.

> Man sei zu dem Schluss gekommen, dass “der Grenzwert, den umgerüstete Euro-5-Dieselfahrzeuge erfüllen müssen, sachlich richtig ist”, erklärte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol. Auch der Fraktionsvize der Union, Ulrich Lange, teilte mit, dass es keine Veränderung nach oben geben werde. <

Quelle: Spiegel Online

http://m.spiegel.de/auto/aktuell/stickoxide-koalition-will-fahrverbots-grenzwerte-doch-nicht-aendern-a-1253454.html

DeepL ist einfach Klasse!

Ich brauchte gerade eine deutsche Übersetzung für “Root node has no children” bei einer Fehlermeldung bzgl. einer Baumdarstellung und kam einfach nicht darauf, wie man in diesem Zusammenhang “children” übersetzt.

Für sowas ist DeepL in der Regel gut:

Der 1. Versuch “root node has no children” -> “Wurzelknoten hat keine Kinder” und auch die Alternativen “Stammknoten hat keine Kinder” und “Root Node hat keine Kinder” waren nicht zu gebrauchen. Also mal ein bisschen mehr Kontext geben:

Der zweite Versuch: “the root node of the tree display has no children” -> “Der Wurzelknoten der Baumdarstellung hat keine Unterknoten.” Bingo!

Dagegen kommt Google Translate einfach nicht an.

Leider ist die Anzahl der Sprachen, die DeepL unterstützt eingeschränkt.

Supraleiter-Kabel in Essen

Das längste Hochtemperatur-Supraleiterkabel der Welt hat erfolgreich einen zweijährigen Testbetrieb absolviert. Es verbindet quer durch die Innenstadt von Essen zwei Umspannstationen. Das ein Kilometer lange Kabel ersetzt eine konventionelle 110-kV-Leitung und macht eine Umspannanlage im Stadtzentrum überflüssig. <

Den gibt es schon seit 4 Jahren und peinlicherweise habe ich nichts davon gehört.

Quelle: Supraleiter-Kabel in Essen – EnEff-Industrie

via: Widerstandskämpfer – brand eins

Generation Babyboomer: Zeit, Platz zu machen?

> Sie beschrieben die prekären Lebens- und Arbeitsverhältnisse, in denen sie sich trotz Bachelor oder sogar Master bewegten, und zählten die Ungerechtigkeiten auf, die unserer Generation widerfuhren. <

Im Artikel werden zwei Beispiele genannt: Eine hat Geschichte studiert und sucht eine Stellte bei “renommierten Museen”, der andere ist Journalist.

Wo sind die Mathematikerinnen, Informatikerinnen, Ingenieurinnen? Wer “irgendwas mit Medien” studiert, völlig am Bedarf vorbei, braucht sich nicht wundern, wenn die verfügbaren Stellen rar und schlecht bezahlt sind.

Wahrscheinlich tue ich der Generation XYZ unrecht, denn es gibt sie, die gut ausgebildeten Leute in Branchen, die gefragt sind, und die trotzdem relativ gesehen nicht in der Größenordnung verdienen, wie es noch ihre Eltern konnten. Aber wieso kommen die in solchen Jammer-Artikeln eigentlich nie vor? Liegt es evtl. daran, dass solche Artikel halt von Journalisten (“irgendwas mit Medien”) geschrieben werden, in deren Bekanntenkreis es diese Leute nicht gibt?

Quelle: Generation Babyboomer: Zeit, Platz zu machen? | ZEIT ONLINE

Henning Kagermann: “Deutschland ist Autoland”

> Die Arbeitsgruppenleiter und ich haben jetzt ein sehr gutes, konstruktives Gespräch mit dem Minister geführt. Das Verkehrsministerium ist federführend zuständig für die NPM, darum finde ich es gut, dass der Minister am Stand der Beratungen interessiert ist. Wir haben ein gutes Verhältnis, und die NPM ist natürlich ein unabhängiges Gremium. <

(NPM = Nationale Plattform Mobilität)

Interessante Formulierung. Man hätte es auch anders ausdrücken können: “Scheuer ist dort aufgelaufen und hat ihnen gesagt, wo es lang geht und wo der Hammer hängt. Und dass sie gefälligst dafür sorgen sollen, dass solche Vorschläge nicht mehr an die Öffentlichkeit dringen.”

Quelle: Henning Kagermann: “Deutschland ist Autoland” | ZEIT ONLINE