Tesla: Supermodel 3

> Verunsicherung auszulösen schaffte das Model S jeden Tag aufs Neue. Mal funktionierte das Radio nicht mehr, dann ging beim Fahren plötzlich die Innenbeleuchtung an oder das Display ließ sich nicht mehr per Touch bedienen. Hört sich trivial an, ist aber gefährlich in einem Tesla, egal in welchem Modell man fährt. Denn die Autos haben keine Schalter mehr, fast alle Funktionen werden am riesengroßen Display bedient, im Model 3 schaltet man selbst den Scheibenwischer darüber ein und aus. <

Mein reden seit Jahren: Wichtige Funktionen brauchen einen Schalter, am besten einen, den man blind bedienen kann. Aber wir bekommen seit Jahren in allen neuen Auto-Modellen immer weniger Schalter und immer mehr ist nur noch per Touchscreen bedienbar. Das ist gefährlich, auch wenn die Technik funktioniert, denn der Fahrer muss dafür von der Straße weg auf das Display schauen. Mit dieser Begründung ist die Bedienung von Navis und Smartphones während der Fahrt verboten, warum gilt das nicht für eingebaute Systeme? Meiner Ansicht nach hätte keines der Modelle von Tesla eine Zulassung bekommen dürfen. Stattdessen wird das auch noch als Innovation gefeiert.

Quelle: ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-03/tesla-model-3-model-s-vergleich-elektroauto

Klimatag statt Klimademos während der Schulzeit

> In Deutschland schaltet sich die Politik inzwischen tief in die technologische Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen ein. Sie verzettelt sich in Detailsteuerung. Wir bezahlen Subventionen, sprechen Quoten und Verbote aus. Die Kosten für Klimaschutz steigen im Ergebnis. Schon jetzt zählen die Kosten zur CO2-Vermeidung bei uns zu den höchsten der Welt. Die Ergebnisse hingegen sind ernüchternd: Unsere Emissionen sinken kaum. <

Da hat er recht, aber in wie fern hilft dagegen sein vorgeschlagener jährlicher “Klimatag” an den Schulen?

> Deshalb schlage ich vor, dass einmal pro Schuljahr an deutschen Schulen ein Klimatag eingeführt wird: Schülerinnen und Schüler können hier alle Facetten des Themas beleuchten – von der Physik über den Politikunterricht bis hin zur Erdkunde. <

Nicht, dass das falsch wäre, Bildung schadet nicht, insbesondere naturwissenschaftliche. Aber ein solcher Tag bewirkt nur langfristig etwas, vorausgesetzt die heutigen Schüler setzen das, was sie dort lernen, um, wenn sie erwachsen sind und die Möglichkeit dazu haben. Leider dauert es bis dahin noch mindestens ein Jahrzehnt. Es muss aber jetzt was passieren, wenn diese Schüler noch ein Leben haben sollen.

> Auf die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zu drängen, ist legitim. Zum Glück weisen uns diese Ziele den Weg <

Schön formuliert “weist den Weg”. Allerdings passiert nicht genug. Deutschland hatte eine Zeit lang tatsächlich seinen CO2 Ausstoß gesenkt. Das hatte aber leider wenig mit irgendwelchen Maßnahmen zu tun sondern mit der Wirtschaftskrise, die durch die Bankenpleiten ausgelöst wurde. Seit die Wirtschaft wieder wächst, steigt auch der CO2-Ausstoß wieder. Statt mit allen Mitteln die Energieerzeugung von fossilen Brennstoffen auf nachhaltige Energiequellen umzustellen, steht die Bundesregierung seit Jahren auf der Bremse. Das sieht man besonders auffällig bei der Verkehrspolitik, wo sie z.B. gegenüber der EU bis heute die Interessen der Autoindustrie vertritt. Die wiederum wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, irgendwas am Status Quo zu ändern. Und das Argument ARBEITSPLÄTZE sorgt dafür, dass die Politik kuscht. Dazu dann noch der verlängerte Lobby-Arm Bundesverkehrsminister (Scheuer, Dobrindt), der noch einen obendrauf setzt und die kriminellen Verfehlungen der Autohersteller herunterspielt und unter den Teppich zu kehren versucht.

Es passiert nichts, deshalb muss diesen Leuten Druck gemacht werden. In einer Demokratie gibt es dazu im wesentlichen zwei Mittel: Wahlen und Demonstrationen. Schülern steht das erste nicht offen, also ist es nur folgerichtig, dass sie demonstrieren.

Bleibt die Frage, ob dies in der Schulzeit sein muss, oder in der Freizeit. In Anbetracht dessen, wie wichtig das Thema ist, sehe ich die ausgefallene Unterrichtszeit als nicht so schlimm an.

> In Deutschland wird einerseits Schulausfall beklagt und andererseits wird von höchster Stelle, aus der heraus, das Schwänzen von Schulstunden bagatellisiert. <

Das Versagen der Regierung in einem Gebiet als Argument zu bringen, nicht gegen ein anderes Versagen zu demonstrieren ist schon preiswürdig.

Eigentlich ist es erschreckend, dass die Schüler alleine demonstrieren. Wo sind ihre Eltern? Wo sind die anderen Bürger, die von den drohenden Veränderungen ebenfalls betroffen sein Meter bzw. es schon sind?

Und damit kommen wir zur persönlichen Frage, “Wieso bin ich nicht auch bei diesen Demos?

Darauf habe ich leider keine zufriedenstellende Antwort.

Ist es mir egal, dass wir gerade die Zukunft der Menschheit verspielen? Vielleicht, schließlich habe ich keine Kinder und werde selbst lediglich die Anfänge der Klimaveränderungen erleben.

Habe ich wichtigeres zu tun? Eigentlich nicht. Ich könnte mir im Prinzip jeden Freitag frei nehmen und mitdemonstrieren. Das würde mich zwar meinen Urlaub kosten, aber es wäre machbar.

Habe ich Angst an einer Massenveranstaltung teilzunehmen? Angst vielleicht nicht, aber wohl fühle ich mich in großen Menschenmengen nicht. Auf der anderen Seite ist da Greta Thunberg, die am Asperger Syndrom leidet, und der es vermutlich noch wesentlich schwerer fällt, solche Veranstaltungen zu besuchen.

Was also ist meine Ausrede? Ich habe keine.

Werde ich also an der nächsten Demo teilnehmen? Vermutlich nicht. Nichts zu tun ist einfacher als irgendwas zu tun. Und ich befürchte, mit dieser Einstellung bin ich nicht alleine.

Quelle: Zeit Online, Gastartikel von Herrn Lindner

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-03/klimaschutz-fridays-for-future-schulstreik-umweltpolitik-co2-emissionen

Glyphosat: Efsa muss Glyphosat-Studien veröffentlichen

> Auch die Bundesregierung hatte sich in den Fall eingeschaltet und die Efsa bei dem Versuch, die Veröffentlichungen zu verhindern, unterstützt. <

Wer wählt nochmal die Regierung? (Niemand, die wird von der Kanzlerin ernannt, aber die wird vom Bundestag gewählt und der wiederum vom Volk.)

Nichts desto trotz sollte man meinen, dass in einer Demokratie die Regierung die Interessen der Bürger unterstützt. Vorfälle wie dieser (und viele andere) zeigen leider etwas anderes.

Irgendwer sagte mal, das Gute an der Demokratie sei nicht, dass man die Regierung wählen kann, sondern dass man sie abwählen kann. Das stimmt, nur leider braucht man dafür eine wählbare Alternative.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

http://m.spiegel.de/wissenschaft/mensch/glyphosat-efsa-muss-glyphosat-studien-veroeffentlichen-a-1256685.html

Feuerwehr zerschlägt Scheiben und verlegt Schlauch durch geparktes Auto

> wenn es ohne Weiteres möglich wäre, den Schlauch über, unter oder neben dem Auto zu verlegen, bräuchte es keine Parkverbote. <

Die Feuerwehr braucht übrigens den Schaden nicht ersetzen und auch die Versicherung wird ihn nicht bezahlen.

Das ist auch in Deutschland so. Wer durch verbotenes Parken Einsatzkräfte behindert, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug beschädigt wird und wird nicht nur auf den Kosten sitzen bleiben sondern auch noch eine Geldstrafe oben drauf bekommen.

Dagegen sind die Strafen für Falschparken z.B. in der Feuerwehrzufahrt sehr gering. Es kostet gerade mal 20 Euro, die Gesundheit und das Leben seiner Mitmenschen auf diese Art mutwillig aufs Spiel zu setzen.

Quelle: Spiegel Online

http://m.spiegel.de/panorama/anaheim-feuerwehr-verlegt-wasserschlauch-durch-geparktes-auto-a-1255742.html

Digitale Souveränität: Kommunale IT-Dienstleister rebellieren gegen Microsoft

> “Der amerikanische IT-Gigant beherrscht die Computersysteme auch in der öffentlichen Verwaltung”, konstatiert Vitako-Chef Ralf Resch. Mit dem 2015 vorgestellten Betriebssystem Windows 10 und dem Büropaket Office 365 tauchten nun “handfeste Probleme” auf. “Beide Produkte setzen auf Cloud-Computing und auf transatlantischen Datenverkehr im großen Stil”, schlägt der Geschäftsführer Alarm. Sie verstießen zudem “in ihrer heutigen Form gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung” (DSGVO). Die Fähigkeit zum Schutz sensibler Bürgerdaten müsse in der öffentlichen Verwaltung und in der Wirtschaft erhalten bleiben, ergänzt der frühere IT-Beauftragte im Bundesinnenministerium, Martin Schallbruch. <

Wow, das ging aber schnell! Schon 4 Jahre nach dem Release von Windows 10 (und noch länger nach dem Release des ersten Spyware-Windows 8) merkt jemand, dass diese Betriebssysteme gegen jegliche Datenschutzbestimmungen verstoßen.

Wieso erinnert mich das an die Anfrage, die ich vor mehreren Jahren an den Landesdatenschutzbeauftragten von NRW zu dem Thema gestellt habe? Damals bekam ich als Antwort sinngemäß: “Interessiert uns nicht, wenden Sie sich an den Datenschutzbeauftragten Ihres Unternehmens!”

Man darf gespannt sein, ob jetzt endlich was passiert.

Quelle: Heise Online

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Digitale-Souveraenitaet-Kommunale-IT-Dienstleister-rebellieren-gegen-Microsoft-4324178.html