Lebensmittelverschwendung: Deutsche werfen jährlich im Schnitt 85 Kilogramm Nahrungsmittel weg

> Allein in Privathaushalten werfen Menschen durchschnittlich 85,2 Kilogramm Essen im Jahr weg. Das zeigen neue Berechnungen der Universität Stuttgart, die sich auf das Jahr 2015 beziehen. Inklusive der Abfallmengen von Landwirten, Lebensmittelverarbeitern, Handel und Gastronomie komme man auf insgesamt 12,7 Millionen Tonnen verschwendete Lebensmittel im Jahr. <

Und dann wird ewig weiter darüber geschwafelt, dass das ganz ganz schlimm ist und der böse Verbraucher schuld ist. Ein bisschen geht man immerhin auf die Methoden der Studie ein:

> Lebensmittelabfälle seien nicht einfach zu messen, erläuterte der Studienleiter. Niemand sammle allen Müll, deshalb gebe es nicht zu allen Teilen der Wertschöpfungskette repräsentative Daten. Die Studie beruht auf Statistiken von Ämtern, Industrie und Handel, die Forscher werteten aber auch Ernährungsstudien aus und untersuchten stichprobenartig die Abfälle von Bäckereien und Küchen großer Betriebe. <

Wo sich mir dann sofort die Frage stellt, wie denn die Abfallmengen der Privathaushalte ermittelt wurden. Klar, man kann Stichproben machen, oder Umfragen, wobei letzteres ziemlich fehlerbehaftet sein dürfte. Aber davon wird nichts erwähnt. Bleiben die genannten Ernährungsstudien. Vielleicht wurden bei denen ja die Abfälle von Privathaushalten irgendwie erfasst. Wenn aber Privathaushalte über die Hälfte “schuld” sind, hätte ich erwartet, dass auf die Methoden zu deren Erfassung tiefer eingegangen wird. So ist das alles nur Kaffeesatzleserei.

Aber es ist ja immer sehr bequem, den Einzelnen die Verantwortung zuzuschieben. Haben die Leute erstmal ein schlechtes Gewissen, sind sie damit gut zu manipulieren.

Und natürlich habe ich dann auch überlegt, wie ich auf die 1,5 kg Lebensmittelabfälle pro Woche kommen könnte:

Da ist das Obst, das manchmal schimmlig wird, ebenso das Brot. Damit kommt in Sommer vielleicht mal ein Kilo zusammen, aber nicht jede Woche, im Winter passiert das eigentlich nie. Manchmal misslingt ein Essen, das man dann lieber weg wirft als es erst in den Magen und danach ins Klo zu befördern. Vielleicht zweimal im Jahr? Mehr fällt mir aber absolut nicht ein. Da kommen niemals im Durchschnitt 1,5 kg zusammen. (Es scheinen 85 kg pro Jahr und Haushalt zu sein, nicht pro Person.)

OK, also gibt es andere Haushalte, bei denen mehr Lebensmittel im Müll landen als bei uns.

Das dürften zum einen Ein-Personen-Haushalte sein, einfach weil viele Lebensmittel für diese in zu großen Gebinden verkauft werden. Wenn man dann noch nicht täglich kocht und häufig außerhalb isst (Restaurant, Kantine oder “to go”), wird schnell mal was schlecht.

Dann fallen mir noch Familien mit Kindern ein. Auch da dürfte es schwierig sein, den Bedarf gut abzuschätzen. Und wenn dann ein Kind wieder irgendwas nicht mag, bleiben schnell Reste, die dann irgendwie weiterverwendet werden müssten (wenn das Kind sie nicht schon auf dem Teller hatte), was aber nicht immer möglich ist. Auch müssen solche Familien mehr Vorräte haben als unser Zwei-Personen-Haushalt, zumal einer in der Stadt mit genügend Geschäften in der näheren Umgebung.

Es mich zur nächsten Möglichkeit bringt: Vorratshaltung wegen fehlender Einkaufsmöglichkeiten oder -gelegenheiten. Auch ein Zwei-Personen-Haushalt, bei dem beide Vollzeit arbeiten kann Probleme haben, sinnvoll einzukaufen. Sei es, dass beide auf die Idee kommen, eine Palette Joghurt mitzubringen, oder dass Obst oder Gemüse in zu großen Mengen gekauft werden, weil der eine oder andere unvorhergesehen doch auswärts isst. Oder man kauft, wenn für jeden Einkauf eine Fahrt von zig Kilometern notwendig ist, lieber etwas mehr ein als zuwenig.

Da nicht bekannt ist, was genau in dieser Studie mit in die Abfallmenge einging, könnten auch selbst angebaute Nahrungsmittel dazugehören. Wer einen Nutzgarten mit ein paar Obstbäumen hat und ggf. noch selbst Gemüse anbaut, kennt das Problem: Plötzlich hat man irgendwas im Überfluss, aber nach einer Woche Grünkohl kann das Zeug keiner mehr sehen. Da wird dann versucht alle Nachbarn und Freunde zu beglücken, aber auch die haben ihre Grenzen. Fehlen dann gute Lagermöglichkeiten, ist schnell der Komposthaufen die einzige Lösung. Dabei kommen dann auch schnell etliche Kilo zusammen.

Und zu guter letzt: Da ja wie gesagt, im Artikel nicht erwähnt wird, wie und welche Abfälle erfasst wurden, kann es auch ohne weiteres sein, dass normale Abfälle bei der Lebensmittelzubereitung ebenfalls zu den 85 kg/Jahr und Haushalt gezählt wurden, Z.B.: Schalen von Obst, die nicht essbar sind (Banane, Apfelsine), oder die nicht jeder essen will oder kann (Äpfel, Birnen); Kerne und Steine von Obst sowie andere nicht essbare Teile (Kerngehäuse von Äpfeln); Nicht essbare Teile von Gemüse (Blätter bei Blumenkohl) oder solche, die man aus Hygienegründen entfernt (äußere Blätter von Kopfsalat, “Augen” von Kartoffeln); Schalen von Gemüse (Kartoffeln); Sehnen und Knochen von Fleisch; Rinde von diversen Käsesorten. Dann käme natürlich deutlich mehr an “Lebensmittelabfällen” zusammen, aber die wären eben nicht vermeidbar, und das würde die Studie ad absurdum führen.

Quelle: ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de/wissen/2019-05/lebensmittelverschwendung-haushalte-essen-muell-deutschland

Verschlüsselungstechnik für Verbrecher: Neun Jahre Haft für Kanadier

Kunden von Phantom Secure hätten außerdem E-Mail-Adressen genutzt, die in dem Kontext wenig Interpretationsspielraum lassen, listen die Justizbehörden auf: leadslinger@freedomsecure.me (“Bleischleuder”), The.cartel@freedomsecure.me (“das Kartell”), The.killa@freedomsecure.me, Trigger-happy@lockedpgp.com (“schießwütig”), Knee_capper9@lockedpgp.com (“Kniescheibenzertrümmerer9”), Elchapo66@lockedpgp.com, Time4a187@freedomsecure.me (“Zeit für einen Mord”).

Das ist jetzt aber nicht wahr, oder? E-Mail-Adressen, wie sie pubertierende Teenager aussuchen, werden von den Anklägern tatsächlich als Beweismittel präsentiert?

ichfickedeinemutter@freedomsecure.me ist dann bestimmt auch völlig erstzunehmen!

Mir ist schlecht…

Quelle: Heise Online

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verschluesselungstechnik-fuer-Verbrecher-Neun-Jahre-Haft-fuer-Kanadier-4435611.html

Europawahlergebnis: Angriff aus dem Kinderzimmer

> Zu verdanken ist diese Klimawahl vor allem jenen Hundertausenden jungen Menschen, die seit Monaten freitags und an anderen Tagen für eine ernst zu nehmende Klimapolitik auf die Straße gehen. Sie haben mit ihrem Angriff aus dem Kinderzimmer den Parteien und der sie begleitenden Öffentlichkeit ein Thema aufgedrängt, das eigentlich wie bisher unter ferner liefen abgehandelt werden sollte. <

Wer hat sich diesen Titel ausgedacht? Das ist eine Diffamierung der jungen Leute, die anscheinend viel politisch engagierter sind als die Parteien dachten und als meine Generation es je war.

Was kommt als nächstes? “Angriff aus der Intensivpflege”, weil Omas und Opas die Zukunft ihrer Enkel gefährdet sehen und deshalb die “weiter so”-Koalition abwählen? Genau das wird hoffentlich bei der nächsten Bundestagswahl passieren.

Es ist gut für uns alle, wenn dieses Thema endlich offensiv angegangen wird. Unsere “Klimakanzlerin” und ihr Lobby-Verein hat in den letzten Jahren beim Klimaschutz nicht nur zuwenig getan sondern zusätzlich bei allen Klimaschutz-Initiativen der EU auf der Bremse gestanden. Das hat Rezo in seinem Video ziemlich gut dokumentiert. Der Rest des Videos ist übrigens auch sehenswert, leider habe ich es mir erst angesehen, nachdem ich bereits gewählt hatte. (Aber meine Wahlentscheidung stand sowieso fest.)

Und es ist ja nicht nur die Klimapolitik, bei der unsere Regierung versagt. Ich erinnere nur an die sogenannte Digitalpolitik, bei der sie vor kurzem noch entgegen jeglicher Ratschläge von Experten gehandelt hat, und nebenbei auch dabei die “digital Natives” (und auch die die etwas Ahnung haben) als “Bots” verunglimpft hat.

Die mangelnde Internet-Kompetenz der CDU konnte man auch bei ihrer “Antwort” auf Rezos Video sehen: Es war wahrscheinlich richtig, darauf nicht mit einem Video zu antworten – das hätte zuviel an Ressourcen erfordert und je nach Sprecher zusätzliche Angriffspunkte gegeben – aber wer hatte die glorreiche Idee, die Antwort in ein PDF zu packen? Das mag vielleicht bei Desktop Browsern funktionieren, weil die inzwischen häufig auch PDFs anzeigen können, aber auf einen Smartphone wird die Datei erstmal nur runtergeladen. Und wieviele der Zielgruppe sind dann fähig und willens diese Datei dann noch zu öffnen (meine Meinung über die IT-Fähigkeiten der “digital Natives” ist nicht besonders hoch, wie man vielleicht merkt) und zu lesen? Das Thema “Medienbruch” war doch schon seit Jahren bekannt, nur eben wohl nicht bei der CDU.

Quelle: ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-05/europawahlergebnis-klimapolitik-fridays-for-future-protestwahl-gruene?cid=24854736#cid-24854736

CDU fordert Parkgebühren für Fahrräder – und hat nichts verstanden

> Und warum Fahrradfahrer*innen eine immer bessere Infrastruktur, neue Radwege, Abstellplätze und Servicestationen geboten werden, ohne dass ihnen die Mehrkosten aufgeladen werden. Fällt Ihnen einer ein? Stichwort: Klimawandel und Luftverschmutzung. Davon haben Sie schon gehört, oder? <

Ich wünschte, die Luftverschmutzung wäre wirklich das einzige Problem des Individualverkehrs. Dann ließe es sich tatsächlich durch Elektroautos lösen. Leider ist das aber nicht so. Elektroautos lösen exakt ein Problem: Das des lokalen Schadstoffausstoßes in Städten. Wenn der Strom irgendwann mal zu größeren Anteilen aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, vermindern sie auch den globalen Schadstoffausstoß. Aber das war es dann auch schon. Es bleiben z.B. Staus, zugeparkte Innenstädte und Wohngebiete, die wahnsinnige Verschwendung von Ressourcen zum Bau und zur hoffentlich umweltschonenden Entsorgung der Fahrzeuge. Dann wäre das noch der extrem hohe Flächenverbrauch durch Straßen und Parkplätze, die die Lebensqualität der Städte reduzieren. Und leider sind e-Autos auch nicht wirklich leise, auch schon bevor die gesetzlich vorgeschriebenen Geräuschgeneratoren eingebaut werden.

Im Gegensatz dazu vermeidet das Fahrradfahren einige dieser Probleme, das ist unbestreitbar. Und diverse Städte, vor allem leider im Ausland, haben gezeigt, dass mehr Infrastruktur für Radfahrer dazu führt, dass mehr Fahrrad gefahren wird und parallel dazu der Autoverkehr abnimmt, während mehr und breitere Straßen zu mehr Autoverkehr führen.

Auch das Fahrrad ist nicht das allein seligmachende Verkehrsmittel, auch nicht in der elektrisch betriebenen Version. Dazu ist das Wetter in Deutschland einfach zu häufig unangenehm. Und wenn bei Regen oder Schnee dann doch wieder alle ein Auto brauchen, ist nicht viel gewonnen (vgl. Flächenverbrauch s.o.). Also muss es entweder eine Möglichkeit geben bei schlechtem Wetter auf ÖPNV umzusteigen (der aber dann bei gutem Wetter völlig überdimensioniert wäre), oder wir brauchen wetterunabhängigen Radverkehr. Aber wie ginge letzteres? Wollen wir überdachte und beheizbare Radwege? Vielleicht ist das gar nicht so bescheuert, wie es sich zunächst anhört. Billiger als die derzeitigen Kosten des Individualverkehrs ist es auf jeden Fall, und auch billiger als ein überdimensionierter ÖPNV. Trotzdem halte ich es für unrealistisch, weil der politische Wille einfach nicht da ist. Es gibt ja jetzt schon jede Menge Stimmen gegen die vergleichsweise billigen Ausbaumaßnahmen für reguläre Radwege. Und wehe, es fällt eine Fahrspur für Autos oder gar Parkplätze weg, dann ist die Kacke sofort am dampfen.

Quelle: ze.tt (via Zeit online)

https://ze.tt/cdu-politiker-fordert-parkgebuehren-fuer-fahrraeder-und-hat-gar-nichts-verstanden/

Was den Wiederaufbau des Irak bremst

> Hagmann hat jedoch eine Befürchtung: „Es ist immer noch möglich, dass der Irak den zahlreichen Billigangeboten aus China den Vorrang vor deutscher Qualität und Know-how gibt.“ <

Ich hoffe mal, das sagt er nur, weil es sich für die Presse und die potentiellen Kunden gut anhört. Denn wenn er das wirklich selbst glaubt, steht ihm noch ein böses Erwachen bevor. China stellt längst nicht mehr nur billigen Ramsch her. Und gerade beim Aufbau von Infrastruktur haben sie inzwischen ziemlich viel Erfahrung.

Quelle: WELT

https://www.welt.de/wirtschaft/article192665597/Was-den-Wiederaufbau-des-Irak-bremst.html

CO2-Rechner gibt mir miserable Bilanz – aber schlecht fühlen sollten sich andere

Ich weiß, es ist immer ein Fehler, einen bento-Artikel zu lesen (insbesondere weil das in letzter Zeit häufig auch noch vef***te Videos sind), aber bei dieser Überschrift wollte ich dann doch mal wissen, worum es eigentlich geht.

Nun ja, es geht um eine dieser Leute, die meinen, ganz toll umweltfreundlich zu leben und dann bei genauerer Betrachtung herausfinden, dass das gar nicht stimmt.

Diese Dame hat also den CO2-Rechner des Bundesumweltamtes benutzt um herauszufinden, wie sich der CO2-Fußabdruck ihres Lebensstils im Vergleich zum Durchschnitt ausnimmt. Und sie hat dann festgestellt, dass sie trotz veganer und autofreier Lebensweise über dem Durchschnitt liegt. Das Problem ist schnell ausgemacht: Knapp 4 t CO2, die ihr Flug nach New York ausgestoßen hat. Damit ist die Welt für sie erstmal wieder halbwegs in Ordnung, denn der Flug war ja eine Ausnahme (OK, sie lamentiert noch eine Weile herum, aber darauf läuft es hinaus.)

Nun konnte ich natürlich nicht widerstehen und musste den Rechner ebenfalls benutzen. Und, seltsamerweise liege ich knapp über der Hälfte des deutschen Durchschnitts. Das heißt, mein CO2-Fußabdruck liegt sogar noch niedriger als ihrer, wenn man ihre Flugreise rausrechnet!

Wie kann das sein? Ich fahre zwar auch nur selten mit dem (Miet-)Auto, aber ich habe wahrheitsgemäß den Flug in den Urlaub nach Lanzarote angegeben. Auch von veganer Lebensweise halte ich nicht viel, stattdessen habe ich normale Mischkost angegeben (ich hatte die Angabe auch testweise auf fleischlastig umgestellt, aber das machte in der Berechnung kaum einen Unterschied).

Unsere (Miet-)Wohnung ist für zwei Personen eigentlich auch etwas zu groß und das Haus nicht besonders gut isoliert. Warmwasser wird mittels Strom erzeugt. Unser Kühlschrank ist nicht mehr das neuste Modell und auch nur ein Teil unserer Leuchten benutzt LED-Leuchtmittel. Dazu kommt noch ein PC und zwei Notebooks.

Irgendwas machen wir aber wohl besser als die Dame im Artikel und insbesondere als der durchschnittliche Deutsche.

Oder aber, und das halte ich für wahrscheinlicher, der CO2-Rechner kann meinen CO2-Ausstoß nicht sinnvoll berechnen, weil meine Lebensweise zu sehr von den Annahmen der Entwickler abweicht. So habe ich z.B. nirgends angeben können, wie viele Kilometer ich mit dem Mietwagen pro Jahr fahre. Es gab nur ein oder mehrere eigene Autos, ÖPNV und Carsharing. Da kommen pro Jahr immerhin ca. 4 * 400 km + 2 * 1500 km, also 4600 km zusammen. Auch wenn ich immer die kleinste Mietwagenkategorie wähle, bekomme ich die nur selten, meist ist es dann doch Golf-Klasse oder noch größer, mit entsprechend höherem Verbrauch. Vermutlich würde das meine Bilanz deutlich verschlechtern.

Quelle: bento

https://www.bento.de/nachhaltigkeit/co2-rechner-gibt-mir-miserable-bilanz-aber-schlecht-fuehlen-sollten-sich-andere-a-1cb502f6-744a-46d1-8e85-e0eedb8629e1#refsponi

Bahn vs. Mietwagen mal wieder

Es steht wieder ein Urlaub an, diesmal haben wir uns für eine Woche Langeoog entschieden. Und wieder stellt sich die Frage: Wie kommen wir hin?

Vorgaben: Anreise von Essen-Borbeck nach Bensersiel, dann mit der Fähre nach Langeoog.

Mit der Bahn

  1. Hinfahrt:
    1. Bus von Borbeck zum Bahnhof Oberhausen
    2. Bahn von Oberhausen mit dreimal Umsteigen nach Norden
    3. Bus von Norden nach Bensersiel
    4. Fähre von Bensersiel nach Langeoog
    5. Insgesamt also fünfmal Umsteigen und zwei Busfahrten (ich erwähne die Busfahrten extra, weil ich sehr ungern Bus fahre, Bahn und S-Bahn sind in der Regel OK) mit einer Gesamtfahrzeit von 7h
  2. Rückfahrt:
    1. Fähre von Langeoog nach Bensersiel
    2. Bus von Bensersiel nach Norden
    3. Bahn von Norden mit 2x Umsteigen nach Borbeck
    4. Insgesamt also viermal Umsteigen und eine Busfahrt mit einer Gesamtfahrzeit von 6h45

Preis für zwei Erwachsene, davon einer mit Bahncard 50: 203,20 Euro (“Supersparpreis”) oder 287,20 Euro (“Flexpreis”). Dazu kommt noch die Busfahrt von Borbeck nach Oberhausen, Das 4er-Ticket Stufe B kostet 22.00 Euro, aber da wir nur sehr selten nach Oberhausen fahren, wird es wohl eher auf zwei Einzeltickets hinauslaufen für jeweils 6 Euro.

Wegen der mehrfachen Umstiege will ich mich nicht darauf verlassen, dass wir die jeweiligen Anschlüsse bekommen, so dass ich mich für den “Flexpreis” entscheide. Damit kommen wir auf einen Gesamtpreis von 287,20 + 12 = ca. 300 Euro. Mir ist dabei nicht ganz klar, ob die Fähre bereits inbegriffen ist. Die Bahn sagt dazu “Der angezeigte Preis ist der Preis für den DB-Anteil Ihrer Verbindung.”. Das hieße, dass die Fähre nicht inbegriffen ist. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass diese mit ca. 100 Euro noch dazu kommt, ebenso wie beim Mietwagen, und lasse sie bei beiden Berechnungen weg.

Mit dem Mietwagen

Mietwagen heißt in meinem Fall Europcar, da deren Verleihstation Essen-Borbeck einfach am praktischsten liegt. Es hat sich bei Vergleichen auch immer wieder gezeigt, dass Europcar billiger ist als Sixt und einige andere Anbieter, die ich ausprobiert habe. Sixt würde bedeuten, dass ich zur Verleihstation erst noch 0h30 mit der Straßenbahn fahren müsste, um das Auto abzuholen und hinterher wieder abzugeben. Das will ich mir nicht antun.

  1. Kleinste Kategorie (VW Up) kostet 163,74. Ich miete für zwei Personen immer die kleinste Kategorie. Manchmal gibt es ein kostenloses Upgrade, aber eigentlich will ich das gar nicht. Ein Kleinwagen ist genau das richtige für uns.
  2. Laut Google Maps fährt man nach Bensersiel hin und zurück jeweils 290 km und braucht dafür jeweils knapp 3h30. Bei einem angenommenen Benziverbrauch von 10 l/100 km und einem Benzinpreis von 1,50 Euro/l kostet die Fahrt 87 Euro. (Vermutlich dürfte es billiger sein, ein Up verbraucht keine 10l und E10 kostet aktuell in Borbeck 1,40 Euro/l. Ein Upgrade würde aber trotzdem unter den 87 Euro liegen.)
  3. Das Auto muss auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz abgestellt werden. Der kostet 3,50 Euro pro angefangenem Tag, macht zusammen 28 Euro
  4. Die Europcar-Station liegt am Bahnhof Borbeck, hat also dieselbe Entfernung von unserer Wohnung wie der Bahnhof. Der Parkplatz liegt 5 Minuten vom Anleger entfernt (sagt die Webseite des Betreibers). In der Bahnfahrt ist die 1h Zeit auf der Fähre bereits eingerechnet, also muss ich sie beim Auto noch draufrechnen. Damit komme ich auf ca. 4h30 Stunden Fahrtzeit + welche Zeit auch immer man nach der Ankunft in Bensersiel auf die nächste Fähre warten muss. Im Schlimmsten Fall kann das 2h30 sein (Ankunft 13:30, Fähre fährt um 16:00 Uhr)

Damit ergibt sich für den Mietwagen ein Gesamtpreis von 163,74 + 87 + 28 = ca. 280 Euro.

Zusammenfassung

Der Mietwagen + alle Nebenkosten ist mit 280 Euro billiger als die Bahnfahrt mit 300 Euro. Außerdem kann man sein Gepäck einmal ein-und ausladen, während man es bei der Fahrt mit der Bahn bei jedem Umsteigen mitschleppen muss, meist ist es dann noch schwierig, es irgendwo unterzubringen. Die Reisezeit mit dem Mietwagen beträgt für die Hinfahrt im schlimmsten Fall (2h30 Wartezeit auf die Fähre) 7h, für die Rückfahrt nur 4h30 (da keine Wartezeit anfällt). Mit der Bahn braucht man für die Hinfahrt 7h und für die Rückfahrt 6h45. Auch hier klarer Vorteil für den Mietwagen. Man kann mit dem Auto natürlich im Stau stehen, aber die Bahn hat auch gerne mal Verspätungen (so selten wie ich mit der Bahn fahre, ist es erschreckend, wie oft ich Verspätungen erlebe), bei denen man dann auch mal die Anschlußverbindung verpasst, so dass ich beides hier nicht weiter berücksichtige.

Erneut muss ich feststellen, dass es mit zwei Personen günstiger ist, mit dem PKW zu fahren als mit dem ÖPNV. Auch der Zeitaufwand ist geringer, von der Flexibilität ganz zu schweigen.Dabei ist schon eine Bahncard 50 berücksichtigt und das Auto ist nicht unser eigener PKW (wir haben keinen), sondern ein Mietwagen. D.h. es kann mir wohl keiner vorwerfen, ich würde die Kosten für den PKW schönrechnen, eher die für die Bahn, denn die Bahncard kostet ja auch was.

Abrechnung

Wir sind zurück. Der Mietwagen war ein Opel Adam, d.h. der Spritverbrauch hielt sich im Rahmen. Insgesamt haben wir zweimal getankt: Einmal auf der Rückfahrt für 32 Euro (21,93 l für 1,459 Euro/l) und dann nochmal vor der Rückgabe des Autos für 30 Euro (21,14 l für 1,419 Euro/l), macht insgesamt 62 Euro für den Sprit. Der Spritpreis war also niedriger als die oben angenommenen 1,50 Euro/l und auch der Gesamtverbrauch mit ca. 43 l auf 580 km (7,4 l/100 km) niedriger als die angenommenen 58 l. Damit kostete die Fahrt mit dem PKW nur 163,74 + 62 + 28 = ca. 254 Euro, also nochmal 26 Euro weniger als angenommen.

Wenn wir auf der Rückfahrt dieselbe Strecke gefahren wären wie auf der Hinfahrt, hätten wir nochmal ein paar Kilometer und ca. 30 Minuten eingespart. Leider habe ich mich aber von meinem Navi in die Irre führen lassen. Frag’ mich keiner, wie das eigentlich passiert ist, aber aus irgendeinem nicht mehr nachvollziehbaren Grund, waren wir plötzlich auf der A28 auf dem Weg zur A1. Die wollte ich aber definitiv nicht fahren, weil sie meiner Erfahrung nach deutlich staugefährdeter ist als die A31 und wegen des hohen Verkehrsaufkommens auch deutlich stressiger zu fahren. Also fuhren wir über die A29 nach Emden zurück. Sowas kann natürlich bei Bus und Bahn nicht passieren, es sei denn man steigt in den falschen Bus oder Zug.


Sandalen: Untenrum frei

Und da geht es wieder los, das Rumgemaule über die Männer, die es doch tatsächlich wagen, bei warmem Wetter einen Schuh zu tragen, bei dem man nicht nach 5 Minuten im eigenen Schweiß steht. Und wer dann noch auf die Idee kommt, Sonnenbrand zu vermeiden, indem er darin Socken trägt, der ist dann vollends unten durch.

Deshalb hier mein Coming Out:

Ich trage im Sommer und im Urlaub, wenn die Temperaturen es sinnvoll erscheinen lassen, Sandalen, meistens auch mit Socken. Und es ist mir sowas von scheißegal, ob das irgendwem gefällt oder nicht. Und da ich damit sowieso bei gewissen Leuten schon zur wandelnden Modesünde geworden bin, setze ich noch einen oben drauf: Ich trage kurze Hosen und ich rasiere mir nicht die (dunkel behaarten) Beine.

Ich bin inzwischen seit einigen Jahren erwachsen genug, dass mir die Meinung dieser Mode-Affen am Allerwertesten vorbei geht.

Wem das nicht gefällt, der/die kann ja einfach woanders hinschauen. Mir gefallen die Lumpen, die aktuell “modern” sind (damit meine ich die zerrissenen Jeans für ein Heidengeld, mit denen junge Leute, vor allem Mädchen, rumlaufen) auch nicht.

Quelle: ZEITmagazin

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/18/sandalen-sommermode-schuhmode-stil

Schindelhauer Single-Speed-E-Bike Oskar im Test

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

> Schraubt man noch eine Klingel an, ist das Oskar verkehrssicher im Sinne der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Beinahe zumindest: Gelbe Rückstrahler an den hauseigenen Pedalen fehlen ihm. <

WTF? Ein deutscher Fahrradhersteller verkauft ein Fahrrad, das nicht verkehrssicher ist? Und dabei geht es nicht etwa nur um Licht, das durch Aufstecklampen nachrüstbar ist, sondern um fehlende Reflektoren an den Pedalen! Dazu kommt dann noch:

> Sobald der Einkauf aber groß oder die Tasche zu unförmig ist, lässt sich das Rad nicht mehr ordentlich lenken. Die Züge bleiben an der Ladung hängen oder gleich ein Bremsgriff.

Bei Dunkelheit tut sich ein weiteres Sicherheitsproblem auf: Der Lichtkegel des Scheinwerfers bleibt ganz oder teilweise am Gepäck hängen. <

Da hilft dann auch das ach so tolle Design und die teuren Materialien nicht mehr:

>Die Anleihe an die motorisierte Zweiradsubkultur von einst geht auf: Der nach unten strebende Schwung im Lenkbügel verleiht dem Fahrradgesicht etwas Mürrisch-Verwegenes. <

Ich frage mich ernsthaft, wie jemand für eine solche Fehlkonstruktion und offensichtlich gefährliches Gefährt (nicht vergessen: Es ist nicht verkehrssicher, bei einem Unfall droht einem immer eine Teilschuld) 4000 Euro ausgeben kann.

Davon, dass zumindest auf den Bildern auch keine Schutzbleche zu sehen sind, man sich also bei Nässe vermutlich die Kleidung einsaut, will ich gar nicht reden.

Aber an der Eisdiele in einem hippen Berliner/Münchner/Hamburger Stadtteil macht es bestimmt was her. Und im Gegensatz zum Porsche kann man es ja dort in Sichtweite abstellen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE

https://m.spiegel.de/auto/aktuell/schindelhauer-single-speed-e-bike-oskar-im-test-a-1248362.html

Sentinelesen: Die Sprache der Sentinelesen ist unbekannt

> Selbst die US-amerikanischen Behörden sind inzwischen zu dem Schluss gekommen, die Tötung des US-Bürgers Chau als “tragischen Vorfall” zu werten und nicht gegen die Sentinelesen vorgehen zu wollen. Einmal völlig von der Frage abgesehen, wie sie das hätten bewerkstelligen können. <

Mit Verlaub: Das ist doch Blödsinn. Wenn man wollte, könnte man diese Insel militärisch besetzen und die Herausgabe des Täters erzwingen. Pfeil und Bogen sind zwar als Waffen nicht zu unterschätzen, aber das bedeutet nicht, dass ein paar hundert Primitive gegen eine moderne Armee bestehen könnten. Die USA ständen dann zwar als Aggressor da, aber das hat sie bisher in anderen Fällen auch nicht abgehalten.

Quelle: ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de/wissen/2019-03/sentinelesen-indigener-volksstamm-insel-indischer-ozean/