Grenzwerte von Stickoxiden: Wie sie entstehen und wer sie festlegt

>Verfolgt man die Diskussion und einzelne Wortmeldungen, zum Beispiel in den sozialen Netzwerken, könnte man meinen, die Grenzwerte seien 2017 handstreichartig von einer grünen Öko-Politmafia herbeibeschworen worden. […]

Wie und wann wurden die Grenzwerte beschlossen?

[…] Der Grenzwert wurde im Jahr 1999 auf Basis des Vorschlags der Europäischen Kommission von den EU-Mitgliedstaaten beschlossen – auch unter Beteiligung der deutschen Umweltbehörden und der damaligen Umweltministerin Angela Merkel. Die EU stützt ihre Vorschläge für Grenzwerte dabei auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – so auch bei NO2. <

Na, das ist doch prima, da kann die “Merkel muss weg”-Fraktion ihr ja jetzt noch eine weitere angebliche “Fehlleistung” ankreiden.

Sehr schöner Übersichtsartikel von Spiegel Online. Aber es dauerte natürlich nicht lange bis die üblichen Troll-Kommentare kamen.

Quelle: Grenzwerte von Stickoxiden: Wie sie entstehen und wer sie festlegt – SPIEGEL ONLINE

Diesel-Fahrverbote: Andreas Scheuer rät Städten zum Widerstand

> Scheuer fürchtet Massenproteste frustrierter Bürger

Scheuer sagte weiter, er fürchte auch hierzulande Massenproteste frustrierter Autofahrer. Gefragt nach den Demonstrationen Zehntausender sogenannter Gelbwesten in Frankreich als Vorbild für Deutschland, sagte der CSU-Politiker: “Das ist genau die Sorge, die ich habe. Im politischen Berlin ergötzen sich alle an Diskussionen, die oft nichts mit der Lebenswirklichkeit der Menschen außerhalb der Hauptstadt zu tun haben. Die Bürger sind darüber echt verärgert – und stehen auf.” <

Es könnte aber auch sein, dass die Bürger es irgendwann leid sind, wie sie von der Verkehrspolitik und dem sich darin widerspiegelnden Lobbyismus der Autoindustrie verarscht werden. Dann ist Scheuer einer der ersten, die an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt.

Die Autoindustrie und ihr verlängerter Arm, das Bundesverkehrsministerium, insbesondere die beiden CSU Politiker, die ihm in den letzten beiden Jahren vorstanden, bremst seit Jahren jegliche Versuche endlich etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Jegliche europäische Regelungen wurden verschleppt, bis es nicht mehr ging, und soweit wie nur irgend möglich verwässert.

Dann stellte sich heraus, dass selbst diese verwässerten Vorgaben nicht eingehalten wurden und mit kriminellen Methoden umgangen wurden. Und wieder passierte nichts, das BMVI stellte sich vor die Verbrecher und versuchte ihnen sogar noch mehr Umsatz zu verschaffen.

Dann kam die Deutsche Umwelthilfe und begann gerichtlich durchzusetzen, was seit Jahren Gesetz ist, aber von allen ignoriert wurde. Ein Gerichtsurteil nach dem anderen gab ihr recht. Und was passiert: Die Auto-Lobby versucht die DUH zu verunglimpfen und ihr verlängerter Arm – diesmal gleich die komplette CDU/CSU – zieht am selben Strang. Statt das Problem anzugehen, wird versucht, den Boten zu töten oder zumindest mundtot zu machen.

Unsere Kinder werden uns in 20 Jahren fragen, warum wir nicht rechtzeitig etwas gegen den absehbaren Untergang der Menschheit unternommen haben. Damals, als man noch mit relativ milden Maßnahmen den CO2 Ausstoß hätte einschränken können, bevor weltweite Katastrophen unbeherrschbar wurden. Was werden wir ihnen antworten?

Quelle: Diesel-Fahrverbote: Andreas Scheuer rät Städten zum Widerstand – SPIEGEL ONLINE

Google✝ is dead

OK, most of you already knew that. I am writing this only because I will now stop posting there. Not just the automatic posts generated by this blog, but also my personal posts.

G✝

(Picture taken from Jürgen Christoffel’s G+ post.)

I considered migrating my content from G ✝ to somewhere else (e.g. yet another WordPress blog under .dummzeuch.de, I tried it, it worked), but I decided that it isn’t worth the effort. So, bye bye Google+, it was great as long as it lasted.

If you want to continue following me, consider one of the options listed here.

And one last word to You, Google: I will remember what you did. I will never again trust you.

Btw: Did you know that they will also kill Hangouts?



Kohleausstieg: Sind die Klimaziele noch erreichbar?

> Von einem “historischen Kraftakt” ist die Rede. [...] Aber dass nun endlich ein Beschluss zur weiteren Umsetzung der Energiewende vorliegt, wird allgemein begrüßt. <

Es gibt einen Beschluss? Im Bundeskabinett? Oder sogar schon im Bundestag? Oder ist das Gesetz sogar schon durch den nun Bundesrat und wird bald im Bundesanzeiger veröffentlicht?

Nein? Es ist nur die Abschlusserklärung der Kohlekommission? Na, dann besteht ja noch “Hoffnung”, dass der noch bis zur Unkenntlichkeit verwässert wird.

Quelle:

Kohleausstieg: Sind die Klimaziele noch erreichbar? – SPIEGEL ONLINE

Halle: Baby in Eisfach verheimlicht

> Der Angeklagte hatte gestanden, im April 2017 […] ein totes Baby in einer Tiefkühltruhe entdeckt zu haben. Erst im Januar 2018 ging der Mann zur Polizei. Er wurde deshalb wegen Störung der Totenruhe angeklagt. <

WTF? Störung der Totenruhe?

> (1) Wer unbefugt aus dem Gewahrsam des Berechtigten den Körper oder Teile des Körpers eines verstorbenen Menschen, eine tote Leibesfrucht, Teile einer solchen oder die Asche eines verstorbenen Menschen wegnimmt oder wer daran beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Aufbahrungsstätte, Beisetzungsstätte oder öffentliche Totengedenkstätte zerstört oder beschädigt oder wer dort beschimpfenden Unfug verübt.

(3) Der Versuch ist strafbar. <

Quelle: dejure.org

Ich kann das beim besten Willen diesen Straftatbestand nicht konstruieren. Oder ist es “beschimpfender Unfug” einen solchen Fund nicht zu melden? Selbst das kann ich nicht nachvollziehen.

Für mich klingt das so, als ob jemand versucht hat einen Straftatbestand zu konstruieren, weil er es nicht ertragen konnte, dass der Mann nicht bestraft wird.

Quelle:

Halle: Baby in Eisfach verheimlicht – Freispruch und Geld für Hospiz – SPIEGEL ONLINE

Dresden: Imam-Brief von angeblicher Grundschule ist ein Fake

> Das Schreiben ist aber auch anhand simpler Standards leicht zu entlarven: Im Anschreiben sind Rechtschreibfehler – zum Beispiel ist einmal von “Imanen” statt “Imamen” die Rede – die so deutlich bei einem Elternbrief sicher nicht durchgehen würden. <

Das ist ein Scherz, oder? In offiziellen Briefen wimmelt es teilweise nur so von Rechtschreibfehlern. Und ausgerechnet Bento behauptet sowas? In Online-Medien wurde doch der Lektor schon vor Jahren eingespart.

Quelle:

Dresden: Imam-Brief von angeblicher Grundschule ist ein Fake – Today – bento

https://www.bento.de/today/dresden-imam-brief-von-angeblicher-grundschule-ist-ein-fake-a-048817e9-e078-45ec-807b-bbaf31f013e3

Diesel: Viele Gebrauchtwagen werden nach Osteuropa weiterverkauft

> Umweltschützer sind über die Entwicklung empört. “Süd- und Mittelosteuropa darf nicht zur Müllhalde alter, nicht mehr benötigter und dreckiger, die Luft verschmutzender Produkte werden” <

Das umweltfreundlichste Auto ist das, das nicht gebaut wird. Schon auf Platz zwei kommt das, das gefahren wird, bis sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Das sollte doch jemand, der sich Umweltschützer nennt, wissen.

Insofern ist der Verkauf als Gebrauchtwagen das beste, was man mit funktionsfähigen Autos machen kann. Nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sondern grade für den Umweltschutz.

Wichtig ist, dass die Autos am Ende ihrer Lebensdauer fachgerecht entsorgt werden. Darum sollten sich die Umweltschützer eher kümmern.

Quelle:

Diesel: Viele Gebrauchtwagen werden nach Osteuropa weiterverkauft – SPIEGEL ONLINE

http://m.spiegel.de/wirtschaft/diesel-viele-gebrauchtwagen-werden-nach-osteuropa-weiterverkauft-a-1250313.html

My take on the Renault Twizy

As I wrote before, we (my wife and I) went on a guided tour with a group of Renault Twizys on Lanzarote. That was quite an experience and I can definitely recommend it.

Unfortunately the weather was not good for that kind of excursion, we started out in a drizzle, later the rain stopped but it was rather windy and cold on the hills. In the afternoon it started raining in earnest. (Yes, that was on Lanzarote, not in Germany. They have bad weather there too on rare occasions.)

On the other hand that gave me an insight whether this “car” would be an option to buy in Germany (if I ever need a car again). The short verdict is: No. It’s not suited for the kind of weather we have here. It’s fun to drive when it’s sunny and warm but much less if it isn’t.

“Our” Twizy was the basic version without doors or even windows. The roof is too narrow to keep rain out. The wind was quite chilly and without thick cloaks we would have been freezing. I even considered putting on gloves. But actually the temperature was well above 10 degrees Celsius. Currently here in Essen, Germany the temperature is about 0 degrees Celsius. That would be a no go even with doors and windows (but without heating, which would eat into the range too much anyway).

According to the guide it has a maximum speed of 95 km/h and a maximum range of 70 km. The speed would be OK for short trips (e.g. a typical commute). But I severely doubt the range. We climbed uphill to 500m and the battery charge dropped to 50%. That was quite a surprise, but on the other hand, a Twizy has a heavy battery and in addition it had to carry two adults (I weight about 85 kg, my wife is much lighter.). Other participants were even worse off, there were some whose car had to be recharged to make sure they can get back “home”. That might still be OK for commuting but even 70 km, or rather 35 km one way, is quite a restriction. Fully recharging the battery takes 4 hours according to the guide. On the upside it only needs a standard 230 volts outlet which is available everywhere.

Parking a Twizy requires a garage. I would not dare to park it overnight on the street (at least not here in Essen). And where would you charge it there anyway?

According to the guide a Twizy costs about 9000 Euros on Lanzarote, where it is heavily subsidized by the government. On top of that you have to rent the battery which depending on how far you drive starts from 50 Euros per month. In Germany there is no subsidy but a used Twizy costs about 6000 Euros. No idea what a new one would cost or if it is even available.

As a fun car for sunny weather it is nice, but even then the range severely restricts its usefulness. Using it as an every day car e.g. for commuting it’s just not feasible due to the low temperatures we get here (and Essen isn’t even that extreme, we rarely get less than -10 degrees Celsius, elsewhere in Germany it can get much worse).

Kohleausstieg: Das sind die Folgen

> Die energieintensive Industrie soll dauerhaft von Kosten entlastet werden, die durch den Preis der CO2-Verschmutzungsrechte entstehen. Die Stromkonzerne reichen diese Kosten bislang an die Industrie weiter. Die Firmen werden dafür bereits jetzt kompensiert, allerdings läuft eine entsprechende Regelung 2020 aus. Sie soll nach Willen der Kommission verlängert und womöglich ausgeweitet werden. Zuletzt betrugen die Entlastungen knapp 300 Millionen Euro pro Jahr. <

Was war noch mal der Grund für diese Zertifikate? Sollten dadurch nicht Investitionen in Energiesparmaßnahmen gefördert werden? Wieso wurden und werden diese Industrien dann für diese Ausgaben “kompensiert”?

Das sind die Folgen des Kohleausstiegs – Spiegel Online