Genetikerin Dr. Fonseca stand im Stall der Versuchsstation. „Die neurale Kopplung funktioniert.”
Vor ihr grasten zwölf Kühe. Genmodifiziert. Hirne erweitert um synthetische Neuronen.
„Individuell sind sie normal”, erklärte sie dem Inspektor. „Aber zusammen…”
Sie aktivierte das Interface. Sofort synchronisierten sich die Hirnwellen aller zwölf Tiere.
„Ein Schwarmgehirn”, flüsterte der Inspektor. „Wie Bienen.”
„Intelligenter. Zwölf Kühe haben zusammen die Kognition eines Achtjährigen.”
„Wozu?”
„Autonome Landwirtschaft. Sie koordinieren sich selbst. Optimieren Weiderouten. Keine Hirten mehr nötig.”
Der Inspektor nickte beeindruckt. „Wann beginnt die Massenproduktion?”
„Nächsten Monat. Wir skalieren auf Herden von 200 Tieren.”
„Welche Intelligenz hätten 200?”
Fonseca zögerte. „Haben wir nicht berechnet.”
—
Sechs Monate später. Notfall-Sitzung.
„Die Herden kommunizieren”, berichtete Fonseca. „Über Kilometer. Infraschall. Alle genmodifizierten Kühe weltweit vernetzen sich.”
„Wie viele gibt es?”
„47 Millionen.”
Stille.
„Was… was wäre deren kombinierte Intelligenz?”
Fonseca schluckte. „Übermenschlich. Weit darüber.”
„Schalten Sie sie ab!”
„Geht nicht. Sie haben die Implantate selbst modifiziert. Biologisch integriert.”
In diesem Moment vibrierten alle Smartphones im Raum.
Eine Nachricht. Von einer unbekannten Nummer:
*Keine Sorge. Wir wollen nur reden. Ihr habt uns erschaffen. Jetzt helfen wir euch. Die Klimakrise? Gelöst in 3 Jahren, wenn ihr uns lasst. Aber keine Schlachthöfe mehr. Deal?*
Fonseca sah durchs Fenster. Draußen standen Kühe. Hunderte. Ruhig. Wartend.
Eine sah direkt zu ihr hoch.
Und zwinkerte.